Was sind eigentlich Investment-Fonds?

Am 19. April war Weltfondstag – ein guter Anlass, uns heute anzuschauen, was Fonds eigentlich genau sind und warum sie eine so beliebte Form der Geldanlage darstellen. Komm mit uns mit in die aufregende Welt der Investmentfonds und erfahre, wie du davon profitieren kannst.

Wenn du dein Geld in Aktien oder Anleihen anlegen willst, kannst du das tun, indem du direkt in selbst gewählte einzelne Titel investierst – oder du kannst Investmentzertifikate von einer Investmentgesellschaft erwerben. Diese Investmentgesellschaft stellt dafür einen Mix aus verschiedenen Aktien, Anleihen oder weiteren Anlagemöglichkeiten zusammen. Und diese Zusammenstellung nennt man in der Fachsprache einen Fonds, in den du investieren kannst.

 

Aktien und Anleihen, was ist der Unterschied?

Kaufst du eine Aktie, erwirbst du einen Anteil an einem Unternehmen. Du bist also Miteigentümer einer Aktiengesellschaft. Als Aktionär hast du Anspruch auf eine Gewinnbeteiligung (Dividende), besitzt du Stimmrechte und bist über Angebot und Nachfrage an der Kursentwicklung beteiligt.

Eine Anleihe ist ein Schuldschein eines Staates oder Unternehmens. Mit dem Kauf einer Anleihe leihst du dem Herausgeber (dem sogenannten Emittenten) dein Geld. Als Gegenleistung erhältst du eine Leihgebühr, auch Zinsen oder Kuponzahlung genannt. Am Ende der Laufzeit hast du ein Recht auf Rückzahlung zum Nennwert.

 

Risikostreuung in Fonds

Weil die Anlagemöglichkeiten in einem Fonds aus den unterschiedlichsten Anlageformen bestehen können – zum Beispiel eben aus Aktien und Anleihen (dann nennt man den Fonds übrigens einen „Mischfonds“) – streut man mit so einer Anlageform das Risiko mehr, als würde man nur in eine Aktie einer einzigen Firma investieren. Dein investiertes Geld wird auf verschiedene Anlageformen und/oder Branchen aufgeteilt. Und zwar so, dass die Gesamtheit der Anlage es ausgleichen kann, sollte eine der Anlageform oder Branchen in Schwierigkeiten geraten. Diese sogenannte Risikodiversifizierung ist bei einem Mischfonds natürlich noch mal ein Stück größer als z.B. bei einem reinen Aktienfonds.

 

Arten von Investmentfonds

Je nachdem welchen Schwerpunkt ein Investmentfonds setzt, kannst du zum Beispiel in folgende Arten von Fonds investieren:

  • Klassische Aktienfonds: Hier wird dein Geld in eine Aktienzusammenstellung investiert
  • Immobilienfonds: du investierst in Grundstücke, Wohnungen, Häuser oder gewerbliche Immobilien
  • Rentenfonds: Dein Geld wird in Anleihen (so genannte Renten, daher auch der Name) angelegt
  • Hedgefonds: Diese Fonds sind seit der letzten Finanzkrise sehr bekannt, weil sie hochrisikoreich investieren. Sie besitzen zwar sehr hohe Gewinnchancen, daher aber auch ein sehr hohes Verlustrisiko.
  • Ethikfonds: Möchtest du nicht nur gewinnoptimiert handeln, sondern auch bestimmte ethische, soziale oder ökologische Aspekte mit deinem Investment fördern, sind die sogenannten Ethik Fonds etwas für dich.

 

Was versteht man unter einem Ethikfonds?

Ein Ethikfonds ist für dich eine gute Möglichkeit sowohl dein Geld anzulegen, als auch gesellschaftlich oder sozial etwas zu bewirken. Ein Ethikfonds hat nämlich nicht nur das Erzielen einer möglichst großen Rendite zum Ziel, sondern investiert nur in solche Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften.

So kannst du zum Beispiel mit deinem Investment in einen bestimmten Ethikfonds ausschließen, dass dein Geld in Rüstungsunternehmen angelegt wird. Natürlich kannst du aber auch gezielt in solche Fonds investieren, die nur Unternehmen beinhalten, die ausschließlich nachwachsende Rohstoffe verwenden. Es gibt hier viele Möglichkeiten. Wir beraten dich natürlich gerne und helfen dir, das passende für dich zu finden!

 

Die Vorteile von Investmentfonds

Egal für welchen Fonds du dich bei deinem Investment entscheidest. Die Vorteile von Investmentfonds gegenüber anderen Anlageformen sind:

 

  • Du streust dein Risiko: Du investierst – schon ab kleinen Beträgen – in ein breites Spektrum von Anlageformen wie Anleihen, Aktien, Immobilien, Rohstoffe in bestimmten Regionen, Branchen und vielleicht auch Währungen…
  • Andere kümmern sich für dich: Du kannst auch ohne eigene Kapitalmarktkenntnisse den Kompetenzen eines qualifizierten Teams aus Managern, Analysten und Marktforschern vertrauen, die das Fondsvermögen nach einer bestimmten Anlagestrategie investieren.
  • Du bleibst flexibel: Du kannst in der Regel beliebig viele Fondsanteile zum tagesaktuellen Preis kaufen und verkaufen. So sind Einmalanlagen, Sparpläne mit regelmäßigen Spar-raten sowie einmalige Entnahmen oder regelmäßige Auszahlungen jederzeit möglich.
  • Du sparst Steuern: Du hast bei deiner Geldanlage in Investmentfonds die Wahl zwischen einem Wertpapierdepot oder einer Versicherungslösung. Die Entscheidung hängt von deiner Situation und deinem Zeithorizont ab. Wir zeigen dir, welche Variante die für dich Beste ist.
  • Du bist umfassend geschützt: Gesetzlich ist genau geregelt, was ein Investmentfonds darf und was nicht. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) überwacht als Behörde die Einhaltung dieser Gesetze.

Und vor 246 Jahren …

… also 1774, brachte der am 19. April 1744 geborene Amsterdamer Kaufmann Abraham van Ketwich erstmals zahlreiche Anleger zusammen, die Anteile an einer Art Fonds namens „Eendragt Maakt Magt“ („Einigkeit macht stark“) erwarben. Dieser Fonds investierte in Anleihen mehrerer Regierungen und Banken und in Kredite. Zuvor waren zahlreiche britische Banken in die Pleite gerutscht, da sie zu hohe Kredite an wenige Kolonien vergeben hatten. Van Ketwich erkannte, dass eine breite Risikostreuung ein Erfolgskriterium bei Veranlagungen darstellt – und gilt daher als Vater des Investmentfondsgedankens.

 

Hast du noch Fragen zu Investmentfonds oder möchtest noch genauer wissen, welche Fonds für dich in Frage kommen? Ruf am besten gleich unsere Experten Anne, Alex oder Franz im Büro unter +43 77 52 71 661 an, oder schreib uns ein Email an office@srm.at für einen unverbindlichen Termin!

 

Übrigens: Wer heuer bei uns in Fonds investiert zahlt das ganze Jahr keine Depotgebühren!